Rendsburg

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Museen im Kulturzentrum

und das
Schifffahrtsarchiv





Zwei Museen unter einem Dach

Die Museen im Kulturzentrumam Rendsburger Paradeplatz befinden sich im ehemaligen „Hohen Arsenal“ – einem ehemaligen militärisch genutzten Zeughaus und einer Waffenkammer; errichtet unter dem Festungsbaumeister Domenico Pelli im Zuge des zweiten Festungsausbaus ab 1696.
Gleich zwei Museen beherbergen nun der West- und Nordflügel im Erd- und Obergeschoß – zurzeit sind sie geschlossen, um im Sommer 2020 in neuer Pracht wieder eröffnet zu werden.
Die Geschichte beider Museen könnte unterschiedlicher nicht sein: Der Eingangsbereich im Erdgeschoß mit Museumscafe‘, Kasse und Garderobe geht über in das auf zwei Gebäudeflügel verteilte DRUCKMUSEUM.

http://www.museen-rendsburg.de/


Lettern veränderten die Welt

Hier erfahren die Museumsgäste, was es mit der epochalen Erfindung des „Mans of the Millenium“ Johannes Gensfleisch zu Gutenberg um 1450 – die bewegliche Letter – auf sich hat; und warum diese die Welt auf einen Schlag verändern konnte. Vom Handsatz und den 450 Jahre später folgenden Maschinensatz über erste Fotosatzgeräte aus den 1970er Jahren  bis hin zur multimedialen Technik unserer Tage wird im Westflügel der konzeptionelle Bogen gespannt. Historische Buchdruckmaschinen mit Heidelberger Tiegel, Hamm-Schnellpressen sowie eine Koenig + Bauer-Kreisbewegungsmaschine von 1879dominieren den sogenannten ‚Maschinensaal‘ im Nordflügel des Arsenals.

Die alte Festungsstadt

Ein gänzlich anderes Ambiente erwartet die Besucherinnen und Besucher im Ersten Obergeschoß der Museen. Hier werden die Sammlungen des HISTORISCHEN MUSEUMS RENDSBURG gezeigt; zudem finden im Sonderausstellungsraum wechselnde Präsentationen zur zeitgenössischen Kunst aus der Region sowie zu stadt- und kulturhistorischen Themen statt.

Einzigartige Stadtmodelle

Unbestrittene Anziehungspunkte sind die überaus detailgetreuen Stadtmodelle, die die Entwicklung der ehemaligen Garnisonsstadt in unterschiedlichen Zeitsprüngen vom 17. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert anschaulich werden lassen. Diese insgesamt fünf Modelle sind allein schon einen Besuch wert: gefertigt in den 1920er Jahren von einem Häftling in der ehemaligen Rendsburger Strafanstalt, sind sie das ‚Markenzeichen‘ des Historischen Museums und zugleich Einstieg in die lebendige Vermittlung der Stadthistorie.

Stadt der Soldaten

Das alles dominierende Thema bei der Stadtentwicklung ist bis heute die über 350jährige Garnisonsgeschichte: Rendsburg erhielt als ehemals dänische Festungsstadt am Grenzfluss Eider durch zwei Festungsausbauten ihr bis heute stadtprägende Gesicht – und so ist es nicht verwunderlich, wenn als Keimzelle der Sammlung die einsetzende, euphorische Sammeltätigkeit von Beutestücken heimkehrender Rendsburger Soldaten nach dem Feldzug 1870/71 gegen Frankreich zu bezeichnen ist. Im weiteren Verlauf änderte sich das Sammlungskonzept zusehends hin zu weiteren – nunmehr zivilen – Objekten zur Rendsburger Stadtgeschichte.

Das blaue Band – der Nord-Ostsee-Kanal

Rendsburg wäre ohne Nord-Ostsee-Kanal NOK mit seinem markanten Wahrzeichen – der Eisenbahnhochbrücke mit Schwebefähre – nicht denkbar. Der Nordflügel des Historischen Museums nimmt dieses gewichtige, zudem stadtprägende Thema auf und präsentiert raumfüllend die Historie zum Bau und heutigen Betrieb des NOK sowie seines Vorläufers, den Eider-Kanal. Diverse Schiffsmodelle, Dokumente und Fotos zum Leben und Werk von Friedrich Voß – der Erbauer der 1913 fertiggestellten Eisenbahnhochbrücke und weiterer Querungen – komplettieren die Präsentation.
Dr. Martin Westphal


Schifffahrtsarchiv

Das Schifffahrtsarchiv Rendsburg in der Königstrasse 5, 1697 als Rendsburger Haus No. 512 gebaut, wurde 2007 nach umfangreichen Sanierungen durch den Reeder Jens-Peter Schlüter zu einem „Museum für Rendsburger Schifffahrtsgeschichte“ umgestaltet.

www.rendsburger-schifffahrtsarchiv.de

Schifffahrtsarchiv Rendsburg
Museum für Rendsburger Schifffahrtsgeschichte
Jens-Peter Schlüter-Stiftung
Königstraße 5 – 24768 Rendsburg


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